
Um einen guten Kletterparcours zu finden, ist es nicht zwingend notwendig in die Alpen zu fahren, klettern Donautal ist durchaus aus eine Möglichkeit sich auf Touren vorzubereiten und Erfahrungen in dieser Sportart zu sammeln oder vorhandene auszubauen. Der Naturpark Donautal, ein Gebiet im südlichen Schwaben, liegt zwischen Beuron und Sigmaringen, touristisch gut erschlossen, finden sich ausreichend Übernachtungsmöglichkeiten, sodass es kein Problem darstellt, die verschiedenen Klettergebiete zu erforschen.
Die ersten Klettertouristen besuchten bereits nach dem Ersten Weltkrieg das Donautal, weiträumige Erschließungen wurden allerdings durch den Zweiten Weltkrieg (1939-1945) verhindert. Ab 1949 kamen immer mehr Klettergebiete hinzu, Klettern Donautal entwickelte sich zu einer touristischen Attraktion, bis sich die Umweltschutzbehörden gezwungen sahen, Schutzmaßnahmen für Fauna und Flora zu ergreifen. Heute sind viele Felsen ganz oder teilweise, respektive zeitlich begrenzt, für den Klettersport gesperrt. Die nutzbaren Felsformationen weißen unterschiedliche Schwierigkeitsgrade auf, angefangen bei I (einfach) bis VII (extrem schwer), je nach Klettergarten gibt es Höhenunterschiede von vierzig bis zu einhundertvierzig Metern zu überwinden. Auch beim Klettern Donautal ist in einigen Bereichen durchaus eine Alpinausrüstung notwendig, selbst wenn viele der Felsabschnitte mit (meistens) Bühlerhaken bereits gesichert sind. Da aber bei einigen Touren durchaus größere Abschnitte zwischen zwei Sicherungen überwunden werden müssen, sollte der Kletterer auf jeden Fall immer ein gut sortiertes Sortiment von Klemmkeilen auf seinen Kletterpartien dabei haben. Auch das Tragen von Helmen gehört zu den durchaus anzuratenden Sicherheitsmaßnahmen, bei Massiven wie dem Hausener Wand oder dem Schaufelsen sind sie unverzichtbar. Genau wie Klettern in der Steiermark gilt ein Kletterurlaub im Donautal als äußerst abwechslungsreich.
Der Eigentum der Hausener Zinnen und die Hausener Wand zählen zu den besonders empfehlenswerten Kletterbereichen, die Strecke ist zwar „nur“ 50 Meter beziehungsweise 35 Meter, entspricht dabei allerdings dem Schwierigkeitsgrad fünf minus / 2 SL Wandkletterei. Diese Tour ist nur für gut trainierte Kletterer geeignet, die auch über ausreichende Erfahrung verfügen. Wer es extremer mag, wählt den Schatzenpfad der Hausener Wand, Schwierigkeitsgrad VI, eine Strecke, bei der Klettererfahrungen unverzichtbar sind, so verlockend sie auch Ungeübteren erscheinen mag. Der Parcours ist nach Meinung vieler Bergsteiger der schönest im ganzen Donautal und fordert schon etwas Mut vom Sportler (Länge: 50 m / 2SL Wandkletterei). Extrem anspruchsvoll, außergewöhnlich schwer und wirklich nur für Könner im entsprechenden Trainingszustand und mit Alpinausrüstung ist der Kaiserweg am Schaufelsen. Mit den 160 m / 5 SL Wandkletterei handelt es sich hier um die längste Kletterroute in Deutschland, die nicht im Alpinbereich liegt. Klettern Donautal ist nicht so einfach, wie vielen denken und verlangt in einigen Streckenabschnitten durchaus mehr als nur einfache Kletterkenntnisse. Wer es da etwas gemütlicher liebt und lieber festen Boden unter den Füßen behält, für den ist ein Wanderurlaub in Kufstein in Tirol gut geeignet. Freunde des Angelsports lieben es auch, beim Fischen in Niederösterreich vom Alltag abzuschalten.
