
Wandern in den Pyrenäen ist seit alters her beliebt und auch recht gut möglich. Während die Alpen in vielen Teilen schroff und unwirtlich sind, ist das Gebiet der Pyrenäen gut zu durchwandern und bietet mit seiner beeindruckenden Landschaft und seiner schönen Vegetation traumhafte Wandererlebnisse. Da die Pyrenäen im Sommer sehr heiß sein können, sollte jeder, der wandern in den Pyrenäen möchte unbedingt genügend Wasser mit sich führen. Die höchsten Gipfel in der Pyrenäen-Region finden sich im spanischen Bergmassiv von Aragón. Hier findet sich auch der größte Artenreichtum, sowohl an Flora wie auch an Fauna. Der höchste Berg der Pyrenäen ist der über 3400 Meter hohe Aneto, er wacht über dem Benasque-Tal. Hier befindet sich auch der Ordesa-Nationalpark. Mit seinen ursprünglichen Bächen, den rauschenden Wasserfällen und den vielen Greifvögeln begeistert diese imposante Gebirgswelt zu jeder Jahreszeit. Manche Wege in diesem Park verlangen Schwindelfreiheit. Wer wandern in den Pyrenäen möchte, der sollte sich darüber in einem entsprechenden Reiseführer informieren.
Der bekannteste Wanderweg der spanischen Pyrenäen ist der Jakobsweg. Dieser Pilgerweg aus dem 11. Jahrhundert führt von nahezu jedem großen europäischen Ort bis nach Santiago de Compostela in Galicien. Dieser auch Camino genannte Weg, ist eine Hauptverkehrsachse aus dem Mittelalter, welche die Pyrenäen überquert und überall als Wanderweg bestens ausgebaut ist. Während besonders in den Sommermonaten viele über den Camino gehen, ist das Wandern in den Pyrenäen auf dem GR11 weniger bekannt. Der GR11 verläuft meist in mittleren Höhen, seine höchsten Pässe liegen dennoch bei 2800 Metern. Er beginnt am Kap Higher und endet, nach über 800 Kilometern am Kap Creus. Er führt durch selbst für die Pyrenäen außergewöhnlich beeindruckende Landschaften, wie der Nationalpark de Ordesa Y Monte Perdido und der ebenso so schöne Nationalpark und der Nationalpark Aigüestortes i Estany de Sant Maurici. Wer den GR 11 komplett wandern will, der hat 45 Etappen vor sich.
Wandern in den Pyrenäen kann sich auch zwischen Frankreich und Spanien abspielen. Ein solcher Weg ist der HRP- Haut Randonnee Pyreneenne, der an der Atlantikküste, beginnt und über die höchsten Pässe der Pyrenäen geht. Das Ende des HRP liegt im französischen Banyuls- sur- Mer. Er hat hat sehr unterschiedliche Schwierigkeitsgrade. Sie reichen von einfachen Forstwegen bis zu sehr steilen An- und Abstiegen. Doch wegen der großen Höhenunterschiede, es sind bis zu 2500 Höhenmeter pro Tag zu bewältigen, ist der HRP nur geübten Wanderern zu empfehlen.
Keine Lust auf Wandern? Wie wäre es mit einem Skiurlaub?
