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15.10.2015

Airline verweigert Neunjährigen zu Unrecht Einreise

Kürzlich entschied das Landgericht in Frankfurt am Main in einem Berufungsverfahren, dass jedem begleitenden Familienmitglied eine Entschädigungszahlung einer Airline zusteht, wenn einem minderjährigen Kind zu Unrecht die Einreise verweigert wird und sich die Familie daraufhin entscheidet den Flug geschlossen nicht anzutreten.

Damit revidierte das Landgericht das Urteil des Amtsgerichtes. Eine Familie hatte geklagt, da ihrem neunjähriger Sohn auf Grund seines Kinderreisepasses die Einreise in die USA verweigert worden war, obwohl die Papiere ihn zur Einreise berechtigt hätten. Die Familie hatte sich auf Grund der Tatsache entschlossen, den Flug von München nach Los Angeles geschlossen nicht anzutreten. Daraufhin verlangten die Eltern eine Entschädigungszahlung der Airline für alle Familienmitglieder. Die Airline war aber nur bereit eine Ausgleichszahlung nach EU-Recht für den Neunjährigen zu erstatten, für weitere Familienmitglieder nicht, da ihnen der Flug nicht verweigert wurde.

Jetzt entschied das Landgericht, dass auch die Eltern und das Geschwisterkind einen Anspruch auf Entschädigung haben, da die gemeinsame Beförderung der Familie die Geschäftsgrundlage dargestellt habe. Es sei den Familienmitgliedern nicht zuzumuten, ihren minderjährigen Sohn allein am Flughafen zurück zulassen, welches auch für die Airline offensichtlich wäre.

Quelle: http://www.fnp.de/ratgeber/reise/Minderjaehriger-nicht-befoerdert-Familie-wird-entschaedigt;art388,1632267

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