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Geschichte Belgien

Obwohl Belgien im Herzen Europas liegt, ist vielen Reisenden die Geschichte Belgiens völlig unbekannt. Dabei liegen die Wurzeln dieser heutigen parlamentarischen Erbmonarchie schon über 50.000 Jahre zurück, wie die ersten bei Ausgrabungen gefundenen primitiven Werkzeuge beweisen.
Obwohl bereits vor fast 4000 Jahren die ersten festen Siedlungen entstanden, entwickelte sich erst durch die Besiedlung der Kelten eine Kultur, die bis heute ihre Spuren in der Belgien Geschichte hinterlassen hat. Die ersten prominenten Erwähnungen in der Zeitgeschichte verdanken die Belgier jedoch Julius Caesar in den berühmten De bello Gallico Büchern.
Er war es auch der Belgien als erster Feldherr eroberte und zu einem Teil des römischen Imperiums machte. Als eine unter vielen römischen Provinzen war auch Belgica der Romansierung ausgesetzt, die langsam die keltischen Bräuche gegen den römischen Tempelkult und Götterglauben ersetzte.

Vom Haus Burgund bis zum Königreich der Vereinigten Niederlande

Nach dem Zerfall des römischen Imperiums entstanden unter der Herrschaft des Hauses Burgund die ersten mit dem heutigen Staatsgebiet vergleichbaren Provinzen wie Ost- und Westflandern. Unter den Herrschern Philipp der Gute und Karl dem Kühnen gelang es dem Haus Burgund weite Teile Belgiens unter ihrer Initiative im 15. Jahrhundert zu einem Herrschaftsgebiet zu vereinen.
Bereits zum damaligen Zeitpunkt besaßen die zu Flandern gehörenden Städte Brügge und Antwerpen einen international angesehen Ruf in der Tuchherstellung. Der Aufstieg des Hauses Burgunds war nicht zuletzt auch der guten wirtschaftlichen Lage zu verdanken. Nach der Schlacht von Nancy 1477 fiel Belgien an das Haus Habsburg.
Für die die nächsten 350 Jahre war die Geschichte Belgiens geprägt von rivalisierenden europäischen Herrschaftshäusern und deren Ansprüche auf die belgischen Regionen. Zu diesen europäischen Ländern gehörten zum Beispiel Spanien, Österreich und Frankreich. Dieses Land war es auch, dass die belgische Stadt Waterloo weltberühmt machte.
In der berühmten Schlacht von Waterloo im Jahr 1815 wurde nämlich die Armeen des Franzosen Napoleon Bonaparte ein letztes Mal vernichtend geschlagen und der Napoleon selbst auf die Insel St. Helena verbannt. Als Ergebnis des Wiener Kongress wurde Belgien unter dem Regenten Wilhelm I. zum Königreich der Vereinigten Niederlande zusammengeschlossen.

Von der belgischen Revolution bis heute

Angesteckt durch die Julirevolution in Frankreich und die generelle Skepsis in den Führungsstil des Königs entwickelte sich die belgische Revolution, die sich gegen die niederländische Herrschaft auflehnte und 1830 zur belgischen Unabhängigkeit führte. Binnen kürzester Zeit bildete sich eine Regierung und niederländische Beamte mussten das Land verlassen.
Bei der einberufenen Konferenz von London 1830 wurde diese Unabhängigkeit ebenso international anerkannt. Mit Leopold I. wurde der erste Monarch in der Belgien Geschichte als König gekrönt, der gleichzeitig einen Eid auf die Verfassung ablegen musste. Nach den zwei Weltkriegen wurde immer mehr deutlich, dass in den belgischen Regionen nicht nur verschiedene Sprachen gesprochen wurden, sondern auch oft verschiedene Meinungen herrschten.
Durch die Umwandlung in einen Bundesstaat und Zugeständnisse an die Regionen Flandern, Wallonie und Brüssel gelang es der belgischen Regierung aber, Revolutionen zu vermeiden und Unstimmigkeiten über Gespräche und Verhandlungen entgegenzuwirken.
Die gleiche Politik verfolgt Belgien als Teil der Europäischen Union und als Mitglied der Eurostaaten mittlerweile ebenfalls auf internationaler Ebene.

Bildquelle: Gisela Peter / pixelio.de

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Wussten Sie, dass nahezu alle Schwäne in England per Gesetz Eigentum der Queen sind? Seit mehr als 600 Jahren werden die royalen Schwäne jährlich beim sogenannten "Swan Upping"gezählt.
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