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Geschichte Bulgarien

Geschichtlicher und gesellschaftlicher Werdegang

Wunderschöne Badestrände direkt am schwarzen Meer sowie archäologische Schätze und Denkmäler, die besonders bei Touristen beliebt sind, prägen das Bild der bulgarischen Republik.
Das südosteuropäische Urlaubsziel bewegt jedoch nicht nur durch seine geographischen Gegebenheiten, sondern auch durch seinen historisch und gesellschaftlichen Werdegang.

Ursprung

Die erste Besiedelung am schwarzen Meer erfolgte etwa 1400 vor Christus durch das mächtige Volk der Thraker. Die geachteten Stämme, die sich später gemeinsam unter einem König vereinten, kamen jedoch nicht gegen die Gewalt der erst später eingetroffenen Römer an und waren somit gezwungen sich 46 nach Christus zu unterwerfen.

Das erste bulgarische Reich

Im Jahr 681 gelang es Khan Asparuch mit sieben slawischen Stämmen und den Nachfahren der Thraker das erste slawisch-bulgarische Reich mit der Hauptstadt Pliska zu gründen. Khan's Nachfolger dehnten das Reich später aus und führten nach der Taufe von Boris I. das Christentum als Staatsreligion ein.
Um 862 entwickelten die Slawenapostel Kyrill und Methodius die Anfänge des kyrillischen Alphabets, das bis heute vorwiegend in Europa und Asien angewendet wird.

Byzantinische Fremdherrschaft

Nach einer grausamen Schlacht im Jahr 1014, aus der Kaiser Basileos II. als "Bulgarentöter" in die Geschichte einging, fiel das bulgarische Reich unter die Herrschaft des byzantinischen Volkes. Dementsprechend breitete sich in Bulgarien die zunächst fremde Lebensweise und Kultur aus, die mit zahlreichen Bauwerken im byzantinischen Stil, wie beispielsweise das berühmte Rila-Kloster, einhergingen.

Die osmanische Herrschaft

Nach dem Bestehen eines zweiten bulgarischen Reiches von 1185 bis 1396, welches in Folge einer Niederlage der byzantinischen Fremdherrschaft entstand, wurde die heutige Republik von türkischen Landsmännern besetzt. Unter der Herrschaft der Osmanen, die bis ins Jahr 1878 reichte, entstanden die ersten Manufakturen und Handelszentren.

Die Unabhängigkeit Bulgariens

 Home Kirche des Christus PantokratorAb Mitte des 19. Jahrhunderts entwickelte sich eine nationalrevolutionäre Bewegung, die nach kirchlicher sowie kultureller Selbstständigkeit und Unabhängigkeit strebte.
In Folge des russisch-türkischen Krieges wurden die Bulgaren 1878 von der osmanischen Fremdherrschaft befreit. Der Norden des Balkanstaates, mit dessen neuer Hauptstadt Sofia, wurde zum unabhängigen Fürstentum erklärt, während der Norden des Landes weiterhin als osmanische Provinz bestehen blieb. Die Grenzen hierfür legten die damaligen europäischen Großmächte auf dem Berliner Kongress fest. Ferdinand von Sachsen-Coburg führte 1908 den Balkanstaat schließlich in die Unabhängigkeit und wurde somit zum ersten Zar Bulgariens.
Es folgte der Balkankrieg gegen die Türkei, für den sich die Bulgaren mit Serbien und Griechenland verbündeten.

Erster und zweiter Weltkrieg

Während die Bulgaren im ersten Weltkrieg auf Seiten der Mittelmächte in den Krieg traten, stand der Balkanstaat, trotz dessen Distanz zum Nationalsozialismus, im zweiten Weltkrieg hinter den Deutschen. Im September 1944 erfolgte der Einmarsch sowjetischer Truppen, mit dem Ziel, die monarchistisch-faschistische Regierung in Bulgarien stürzen zu können. Durch die stalinistische Einwirkung auf die heutige Republik wurde die bis dahin herrschende Monarchie 1946 abgeschafft.
Mit Hilfe von Todor Schivkov, der nach Stalins Tod fast 30 Jahre regierte, wurde die Industrie und Landwirtschaft in Bulgarien gefördert und erreichte so einen regelrechten Wirtschaftsboom.

Geschichte bis heute

1989 endete schließlich die Einparteiherrschaft und neue sozialistische und demokratische Parteien entstanden. Keiner der Nachfolger von Todor Schivkov konnte jedoch gegen die wirtschaftliche Rezession ankommen, wodurch der Lebensstandard der Republik stetig sank.
Von 2001 bis 2005 regierte der letzte Spross der Monarchie, Simeon Sakskoburggotski, der aus dem spanischen Exil zurück kehrte, das Land. Unter dessen Herrschaft erholte sich der wirtschaftliche Zustand allmählich. Im März 2004 wurde Bulgarien Mitglied des westlichen Verteidigungsbündnisses NATO, seit dem 01.01.2007 ist das Land vollwertiges Mitglied der Europäischen Union.

Bild: Helga Ewert / pixelio.de

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