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Geschichte Estland

Bis zum Eintritt in die Europäische Union, am 1. Mai 2004, musste Estland viele Besatzungsmächte erdulden. Schon ca. 11.000 v. Chr. ließen sich die Vorfahren der heutigen Esten in Estland nieder. Bei Ausgrabungen wurden Siedlungsreste gefunden, die belegen, dass schon kurz nach der Eiszeit und der damit verbundenen Gletscherschmelze eine Besiedelung Estlands stattgefunden hatte.

Plünderungen durch die Wikinger

Zwischen den Jahren ca. 770 - 1200 n. Chr. kam es europaweit zu Plünderungen und Besetzungen durch die Wikinger. Schon vor dem geschichtsträchtigen Überfall der Wikinger auf die kleine Insel Lindisfarne im Norden Englands (8. Juni 793), wurden die Esten ausgeplündert. Der Beweis ist das früheste bekannte Wikinger-Kriegsschiff inklusive Besatzung, das auf einer Insel vor Estland ausgegraben wurde.

Geschichte Estland im Mittelalter

Zu Beginn des 13. Jahrhunderts stritten sich der Deutsche Orden und Dänemark um die Herrschaft über Estland. Damit beginnt ein trauriges Kapitel in der Estland Geschichte, denn für die Esten beginnt damit die Leibeigenschaft. Estland wird aufgeteilt. Die Dänen besetzen Nord- und Ostestland und die deutschen Kreuzritter lassen sich in Süd- und Westestland nieder. 1248 bekommt Tallinn das Stadtrecht von Lübeck.

In den Jahren 1558-1583 kaum bis zum ersten Nordischen Krieg, der auch als der Livländische Krieg bezeichnet wird. Polen-Litauen, Schweden, Dänemark und das Zarentum Russland, unter der Herrschaft Iwan des schrecklichen, stritten um die Vorherrschaft im Ostseeraum.
1561 unterstellt sich der größte Teil Estlands freiwillig der schwedischen Herrschaft. Livland wurde von den Schweden gewaltsam erobert und gegenüber dem sich freiwillig angeschlossenen Estland benachteiligt. In dieser Epoche der Estland Geschichte, wurde den Bauern größte Freizügigkeit eingeräumt.

Die Geschichte Estland im Russischen Reich

Am 10. September 1721 wurde der Große Nordische Krieg (1700-1721) zwischen Schweden und Russland beendet. Schweden musste die Provinzen Livland, Estland, Ingermanland und einen Teil Kareliens an Russland abtreten, das von dem russischen Zar Peter I. regiert wurde. Im Jahr 1816 wurde in Nordestland die Leibeigenschaft aufgehoben. 1819 folgte die Beendigung der Leibeigenschaft in Südestland.

Trotz Beendigung der Leibeigenschaft kommt es in den Jahren 1860-1885 zu ständigen Revolten und zu auf Regelungen gegen die russische Besatzungsmacht. Estland entwickelte eine eigene kulturelle und politische in der Identität.
Eine große Rolle bei der Identitätsfindung spielte die Universität in Tartu (Dorpat), in der 1869 ein Sängerfest für die Unabhängigkeit Estlands stattfand. Grund für die Unruhen war die rigorose Russifizierungspolitik des mittlerweile regierenden Zaren Alexander III., der die Souveränität der Esten immer weiter einschränkte.

Die Estland Geschichte im 20. Jahrhundert

Im Verlauf des Ersten Weltkriegs (1914-1918) streben die Esten nach der Unabhängigkeit. Im November 1918 gelingt es, mithilfe von Großbritannien, die deutsche und sowjetische Armee aus Estland zu vertreiben. Im Februar 1920 folgt der Vertrag von Tartu. Ein Meilenstein in der estnischen Geschichte, denn erstmals wird die Unabhängigkeit Estlands von Russland anerkannt. Am 15. Dezember tritt erstmalig eine estnische Verfassung in Kraft.

Doch die erste Republik steht auf wackeligen Beinen und innenpolitisch herrscht eine starke Zersplitterung, sodass der regierende Ministerpräsident Päts den Ausnahmezustand verhängt. Infolge des Zweiten Weltkriegs gegen Estland 1944 wieder in russischen Besitz über, wo es bis zum Zerfall der Sowjetunion verbleibt. Ab dem 20. August 1991 ist das Land offiziell wieder eigenständig und wurde in die UNO und in den Europarat aufgenommen.

Wussten Sie schon...?
Schon gewusst? Litauen war im Jahr 1990 die erste Sowjetrepublik, die sich zum souveränen Staat erklärte.
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