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Geschichte Griechenland

Griechenland war seit der Altsteinzeit besiedelt und reichte bis Kleinasien. Als eine der ersten europäischen Hochkulturen in der Antike schrieb Griechenland Geschichte und prägte die europäische Zivilisation nachhaltig.

Zeitzeugen, Mythologie und Geschichte Griechenlands

In der archaischen Zeit ab zirka 700 vor Christus entstanden im Mittelmeerraum typische Stadtstaaten - die Polis. Stadtkern und Umland galten als eine Bürgergemeinde mit eigenem wirtschaftlichen und politischen Zentrum und der Akropolis, einem Burgberg. Zeitzeugin ist die berühmte Akropolis in Athen. Die Werke der Weltliteratur Odyssee und Ilias von Homer sind erste Zeugnisse der Geschichte Griechenlands. Sparta erkämpfte sich die Vormachtstellung als Militärmacht. Mächtige Aristokraten übernahmen die Führung der Polis und wandelten sie zur Alleinherrschaft „Tyrannis“.

In der klassischen Zeit ab 500 vor Christus lebten im antiken Griechenland rund vier Millionen Menschen hauptsächlich von Landwirtschaft. Prächtige Tempelanlagen und Theater entstanden, olympische Spiele dienten der Verehrung der Götter. In Athen entwickelte sich mit Stimmrechten männlicher Bürger Demokratie. Nach den Perserkriegen und der Eroberung Ioniens gründete Athen den demokratischen Attischen Seebund mit Perikles als Staatsoberhaupt. In Philosophie und Naturwissenschaften prägte Griechenland Geschichte mit Sokrates, Platon, Aristoteles oder dem berühmtesten Arzt des Altertums Hippokrates.

Kunst und Kriegsgeschehen

In der hellenistischen Zeit bis 30 vor Christus kam es zu Kämpfen der Klein- und Mittelmächte untereinander. Römische Streitmächte griffen ein und nach der Zerstörung Korinths wurde Griechenland römische Provinz. Zwei Jahrhunderte lebte die griechische Kultur friedlich im Römischen Reich fort. Im Mittelalter blieben altgriechische Sprache und Lebensart des nun Byzantinischen Reiches erhalten. Kunstwerke aus Vasenmalerei und Bildhauerei der Antike sieht man in Künstlerateliers bis heute. Im vierten Kreuzzug 1204 zerfiel das Byzantinische Reich, Truppen des Osmanischen Reiches unterwarfen bis 1451 große Teile Griechenlands. Die Griechische Revolution unter Rigas Velestinlis war die Folge. 1830, nach Einnahme durch europäische Seestreitmächte, wurde Griechenland mit Zentralgriechenland, Peloponnes und Kykladen selbständiger Staat. Das erste Staatsoberhaupt in der Geschichte Griechenlands nach der Befreiung war Ioannis Kapodistrias.

Griechenland: Geschichte als Königreich

Europäische Großmächte führten die griechische Monarchie ein. Im Königreich Griechenland regierte ab 1832 Prinz Otto aus Bayern als erster König, Georg I folgte 1863. Die Ionischen Inseln, das osmanische Reich und Thessalien schlossen sich Griechenland an. Nach den Balkankriegen 1912 und 1913 gingen Inseln wie Epirus und Makedonien an Griechenland. 1913 regierte König Konstantin I, musste aber im ersten Weltkrieg unter Zwang der Alliierten 1917 abdanken. Die Vergrößerung Griechenlands als außenpolitisches Ziel von Ministerpräsident Venizelos ging nicht auf. Diktator General Metaxas führte das Land der Trauminseln in den zweiten Weltkrieg. Italien, Deutschland und Bulgarien bildeten das spätere Besatzungsregime des verschuldeten Landes. Griechenland zahlte hohe Besatzungskosten mit der Folge eines wirtschaftlichen Zusammenbruchs.

Die Nachkriegszeit

1946 bis 1949 herrschte Bürgerkrieg zwischen linker Volksfront und konservativer Regierung. Unterstützer waren Sowjetunion und Jugoslawien einerseits, Großbritannien und USA andererseits. Westliche Mächte sorgten für rechts-konservative Regierungsformen unter mehrfach wechselnden Ministerpräsidenten. 1952 nahm die Nato Griechenland als einzigen nichtkommunistischen Staat auf dem Balkan auf. 1965 steuerte Georgius Papandreou mit täglichen Kundgebungen für Demokratie zur links gerichteten Parteienführung. Mit dem Staatsstreich am 21. April 1967 folgte eine Militärdiktatur, um eine Regierung Papandreous zu verhindern und die Nation zu retten. Die Junta regierte bis 1974. Ein Scheitern der angestrebten Vereinigung mit Zypern führte zum Zusammenbruch der Militärdiktatur.

EU-Mitgliedschaft

Mit Karamanlis kehrte die Demokratie zurück. Als zehntes Mitglied in der EWG seit 1981 profitierte Griechenland von Wirtschafts- und Strukturhilfen. Seit 1975 existiert die aktuelle, mehrfach reformierte Verfassung. Im Präsidialpalast gegenüber dem Nationalgarten in Athen regiert der amtierende Staatspräsident die parlamentarische Republik Griechenland nach sozialen und rechtsstaatlichen Prinzipien. Das marktorientierte Wirtschaftsland setzt sich für eine Politik der europäischen Integration in einem offenen Europa ein.

Bildquelle: Manfred Walker / pixelio.de

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