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Geschichte Island

Island ist mir dem ewigen Eis der Gletscher und den unterirdischen Lavamassen der Vulkane ein Land voller Kontraste und Gegensätze. Diese spiegeln sich auch in der Geschichte Islands wieder. Um die ersten Siedler Islands ranken sich nämlich viele Gerüchte und Legenden, von denen viele bis in die Gegenwart reichen. So erwähnte der griechische Seefahrer und Entdecker Pytheas von Massalia bereits vor über 2300 Jahren eine unbekannte Landmasse, die er Thule nannte und die lange Zeit dank der erwähnten Details für Island gehalten wurde. Ein anderer Mythos besagt, dass geflüchtete irische Sklaven Island zu ihrer neuen Heimat machten und erste Siedlungen errichteten. Doch weder für die erste Entdeckung durch Pytheas von Massalia noch für andere Gründungsmythen gibt es gesicherte Beweise. Die ältesten gefundenen Münzen in Island sind aus dem 3. Jahrhundert nach Christus und lassen vermuten, dass die Grenzen des Römischen Imperiums doch weiter gefasst waren als bisher angenommen oder dass die Erstsiedler bereits Handel mit den Römern betrieben.

Die Wikinger erobern Island

Die Anfänge der Island Geschichte wurde wie die vieler anderer nordeuropäischer Staaten von den Wikingern geprägt. Ab dem Jahr 860 segelten immer wieder Wikingerschiffe zu der unbevölkerten Vulkaninsel am Polarkreis. Nach diesen ersten Besuchen war es jedoch der Norweger Ingólfur Arnarson, der die erste feste Siedlung an der Südküste der Insel errichtete. Im Laufe der Jahre folgten viele norwegische Häuptlingsfamilien und keltische Immigranten, die in den nächsten 60 Jahren die bewohnbare Landmasse unter sich aufteilten. In der weiteren Geschichte Islands fanden besonders die isländischen Entdecker Erik der Rote und sein Sohn Leif Eriksson den Weg in die Geschichtsbücher. Durch ihre Reisen nach Grönland oder zu der nordamerikanischen Küste rankten sich schon früh Legenden um die beiden Isländer. Beinahe 150 Jahre nach der ersten Landnahme Islands gelangte auch die Christianisierung durch christliche Missionare nach Island. Die rasch anwachsende Zahl von erbauten Kirchen beweist die Akzeptanz des Christentums innerhalb der Bevölkerung.

Unter dänischer Herrschaft

Im Jahr 1262 geriet Island in eine bis zum 20. Jahrhundert dauernde Fremdherrschaft Norwegens. Durch ein Handelsboykott und mehrere Fehden hatten die Norweger die Position Islands bereits zuvor entscheidend geschwächt. Norwegische Rechtsprechung und regierende Gouverneure festigten schnell die Macht der ausländischen Herrschaft unter norwegischer Krone. Diese war es auch die im Jahr 1552 die Reformation als religiösen Einschnitt, in der Island Geschichte einführte. Der katholische Glaube verlor so schnell an Bedeutung innerhalb der Bevölkerung.

Von der Autonomie bis heute

 Fort ManoelAb dem 19. Jahrhundert bildeten sich im gesamten Land Gruppierungen, welche die Unabhängigkeit Islands von Norwegen forderten. Dennoch vergingen fast 100 Jahre und zwei Weltkriege, bis die Geschichte Islands wieder autonom geschrieben werden konnte. Der 17. Juni 1944 wurde zur offiziellen Geburtsstunde der Demokratische Republik Island. Seitdem bemüht sich Island mit dem Beitritt zu den Vereinten Nationen und der NATO sowie zum Europäischen Wirtschaftsraum ein klares Zeichen für ein friedliches Miteinander mit der Weltgemeinschaft zu setzen. Umstrittener wird dagegen die Frage des Beitritts zur Europäischen Union von isländischen Politikern diskutiert. Die Folgen der Finanzkrise von 2008 spielen bei dieser Entscheidung ebenso eine Rolle wie eine mögliche Einführung des Euro.

Bild: Katharina Wieland Müller / pixelio.de

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Wussten Sie schon? Die Ungarn bezeichnen sich selbst als Magyaren. Deshalb lautet die offizielle Bezeichnung Ungarns "Magyarország".
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