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Geschichte Luxemburg

Grafschaft im Wandel der Zeit - Ein Kleinststaat zwischen Römern, Kelten, Deutschen und Unabhängigkeit im geschichtlichen Rückblick

Erschließung durch die Kelten

Die ersten Beweise für Besiedelung der Ländereien, die wir heute als Luxemburg kennen, sind im 2. Jahrhundert nach Christus zu finden. Hier traten keltische Stämme auf und erschlossen das Gebiet im Westen des heutigen Europa. 

Zeit der Völkerwanderung

Germanische Franken drängten im 5. Jahrhundert n. Chr. die Kelten zurück, Wandermönche missionierten die Siedler zum Christentum. Demnach ist die erste Erwähnung des Klosters Echternach im Jahre 698 n. Chr. verzeichnet. 

Reichsteilung und ihre Folgen

Zwischenzeitlich zum Fränkischen Reich gehörig führte der Vertrag von Verdun in kurzer Zeit zu einer Reihe von Grenz- und Gebietsveränderungen, während dieser Luxemburg im Jahr 843 zunächst zum lotharingischen Mittelreich, 859 zum Herzogtum Oberlothringen und im Verbund mit diesem im Jahre 925 zum Ostfränkischen Reich zugehörig galt. Das Kloster Echternach galt - wie alle Klöster - als kulturelles wie siedlungspolitisches Zentrum und verlieh Luxemburg Relevanz und Beachtung in der damaligen Zeit. Ebenso führten wichtige Handelsrouten über Luxemburg, was in der Geschichte Luxemburgs aufgrund der strategisch günstigen Lage der Ländereien mehrfach von Bedeutung war. 
Namensgebend in der Luxemburg Geschichte war die Burg Lucilinburhuc, diese wurde erstmals 963 urkundlich erwähnt. 

Grafschaft ohne Herrscher?

1214 kam die Grafschaft Luxemburg durch Heirat an den späteren Herzog Walram II, da die ältere Linie des Herrschergeschlechts ausgestorben war. Heinrich von Luxemburg heiratete bald die Töchter des Herzogs von Brabant und bestieg so 1308 den deutschen Königsthron. Damit begann die bedeutsamste Epoche in der Geschichte Luxemburgs.

Luxemburg: Geschichte im heiligen Römischen Reich deutscher Nation

In der Folge gelang es Luxemburg, sich zu einer Macht von nie dagewesener Stärke im Reich zu entwickeln. Im 14. und 15. Jahrhundert stellt das Haus Luxemburg insgesamt vier Kaiser, Heinrichs Enkel, Karl IV., erhob die luxenburgischen Stammlande 1354 zum Herzogtum. 

Verkauf an Frankreich 1441

Durch die letzte Herzogin wurde das Land an das französische Haus Burgund verkauft, blieb jedoch staatsrechtlich ein Lehen des Reiches. Nach dem Tod des letzten Herzogs der Burgunder, Karl des Kühnen, fiel somit der gesamte Luxemburgische Staatsbesitz zusammen mit den Ländereien und Besitztümern der Burgunder an Karls Tochter Maria und ihren Ehemann, den späteren Kaiser Maximilian von Habsburg.
Nach dessen Abdankung im Jahre 1555 wechselte dessen gesamte Besitz zu Philipp II., dem König von Spanien. Somit bildete Luxemburg einen Teil der Spanischen Niederlande, gehörte also weiterhin zum heiligen Römischen Reich Deutscher Nation. 

Ende des Spanischen Erbschaftskrieges 1714

Mit dem Frieden von Utrecht 1714, wurde Luxemburg der Österreichischen Linie der Habsburger zugesprochen. Nachdem dieses durch die französische Revolution teilweise annektiert wurde, bildete die Grafschaft fortan einen Teil der französischen Republik, später des Kaiserreiches. 

Der Weg zum selbstständigen Großherzogtum

1815 vom Wiener Kongress zu einem selbstständigen Großherzogtum erklärt wurde Luxemburg Teil des deutschen Bundes und trat 1842 dem deutschen Zollverein bei. 

Die erste eigene Verfassung

1841 erhält Luxemburg die erste eigene Verfassung mit Zensuswahlrecht. 

Luxemburgkrise

1866 ereignete sich die größte Krise in der Geschichte Luxemburgs, da Napolen versuchte, die Grafschaft zu kaufen. Die Öffentlichkeit sowie die umliegenden Länder waren emöpört und protestierten entschieden. Die Krise mündete in den zwieten Londoner Vertrag 1867, in dem das Land als "für immer neutral" erklärt wird. 

Luxemburg im ersten Weltkrieg

Im ersten Weltkrieg wurde Luxemburg von deutschen Truppen besetzt. Daraufhin brach 1918 eine innenpolitische Krise aufgrund der politischen Zukunft des Landes aus. Als Gipfel der Unruhen rief ein Kommittee aus Sozialisten und Liberalen kurzzeitig die Republik aus, welche jedoch lediglich sechs Tage überlebte.
Am 28. September 1919 wurde per Volksreferendum  über die Zukunft des Landes entschieden. 77,8% der Stimmen entschieden sich für die Beibehaltung der konstitutionellen Monarchie. 

Luxemburg: Geschichte im zweiten Weltkrieg

Während des Krieges wurde Luxemburg von der deutschen Wehrmacht besetzt. Entschiedene Protesten und Streiks der Luxemburger Bevölkerung, als diese zur Wehrmacht eingezogen werden sollten, wurde blutig niedergeschlagen und förderten in der Nachkriegszeit eine Annäherung zu Frankreich. 

Luxemburg heute

luxemburgLuxemburg ist Gründungsmitglied der Europäischen Union. Am 1. Januar 2002 wurde der Euro als offizielles Zahlungsmittel eingeführt.

Bild: Thomas Max Müller / pixelio.de

Wussten Sie schon...?
Wussten Sie schon? Luxemburg ist das letzte, bestehende Großherzogtum der Welt!
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