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Geschichte Malta

Obwohl sich die europäische Geschichte zum Großteil auf dem Festland abspielte, bildet die Geschichte Maltas eine interessante Ausnahme. Denn in den letzten 3000 Jahren wurde die Kultur der maltesischen Bevölkerung von beinahe jeder europäischen Epoche direkt beeinflusst. Den Anfang machten dabei die Phönizier ab 800 vor Christus, die auf den beiden Hauptinseln erste Handelstützpunkte errichteten. Olivenöl und Töpferwaren zählten in dieser Zeit zu den vorwiegenden Handelswaren auf Malta.
In der darauf folgenden Herrschaft der Karthager nahm Malta als Handelsplatz und durch mehrere Werften für karthagische Schiffe eine wichtige Funktion als Stützpunkt wahr. Durch die Punischen Kriege fiel die Geschichte Maltas jedoch unter römische Herrschaft und eine bis heute prägende Phase des Landes begann.

Unter römischer Herrschaft

Mit dem Ende des zweiten Punischen Krieges im Jahr 217 vor Christus gehörte Malta für die nächsten 600 Jahre zum Römisches Reich. Dies hatte zur Folge, dass eine schleichende Romanisierung einsetzte, die sich auch im Tempelkult widerspiegelte. Bis heute erinnern die von den Römern gegründeten Städte Victoria und Mdina an diese Epoche der Malta Geschichte.
Durch den Schiffbruch des Missionars Paulus von Tarsus und dessen dreimonatigen Aufenthalt kam die Bevölkerung zum ersten Mal mit dem Christentum in Berührung. In den errichteten Katakomben auf Malta praktizierten die Urchristen ihren Glauben zuerst im Untergrund, bevor durch Konstantin der Große im Jahre 313 die Glaubensfreiheit Einzug in den Alltag hielt.
Durch die zunehmende Teilung des Römischen Reiches und die Herrschaft der Byzantiner schrumpfte die Bedeutung Maltas und die Bewohner waren zum Großteil in der sehr schlechten wirtschaftlichen Lage auf sich allein gestellt.

Einflüsse durch die arabische Kultur

Mit Beginn des Mittelalters wurden die Byzantiner von den Arabern von den Inseln vertrieben und wie bereits früher in der Geschichte Maltas wurde der Glaube mit der Einführung des Islam als offizielle Religion fremdbestimmt.
Mit der von den Arabern veranlasstem Anbau von Baumwolle erhielten die Malteser jedoch eine über mehrere Jahrhunderte begehrte Handelsware. Bis heute erinnern viele arabische Ortsnamen und Begriffe an diese Zeit in der Malta Geschichte, welche ab 1090 von einer erneuten europäischen Herrschaft abgelöst wurde.
Nach mehreren innereuropäischen Konflikten um Malta und die Aufstände der arabischen Bevölkerung kehrte erst nach der Seeschlacht von Malta im Jahr 1284 eine längere spanische Herrschaft mit der Einführung eigener maltesischer Adelgeschlechter ein.

Vom Malteserorden bis heute

Mit der Niederlassung eines vertriebenen Johanniterordens am 26. Oktober 1530 begann mit der Ordenszeit eine der wichtigsten Epochen in der Malta Geschichte. Zusammen mit den Bewohnern überstand der Orden nicht nur die erste große maltesische Belagerung 1565, sondern erlangte auch international als Malteserorden Anerkennung. Erst durch die zweijährige Eroberung Maltas durch Napoleon Bonaparte endete 1798 diese Blütezeit für die maltesische Kultur, Wirtschaft und Gesellschaft.
Durch den Aufstand der maltesischen Bevölkerung und durch die Unterstützung britischer Kriegsschiffe gelang es die Franzosen zu besiegen. Malta gehörte von da an zum britischen Königreich. In diesen 150 Jahre andauernden Zeitraum spielte Malta aufgrund seiner strategischen Lage eine große Rolle in beiden Weltkriegen. In der Belagerung von Malta während des Zweiten Weltkriegs waren die Bewohner so engagiert, dass sie anschließend alle das Georgs Kreuz von König George VI. 1942 verliehen bekamen.
Im Jahr 1964 wurde Malta auch offiziell unabhängig vom politischen Einfluss Englands. Seitdem hat Malta durch den Beitritt zur Europäischen Union 2004 und der Einführung des Euro 2008 seinen festen Platz in der europäischen Staatengemeinschaft gefunden.

Bildquelle: Katharina Wieland Müller / pixelio.de

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Wissenswert: Der griechische Olymp ist das höchste Gebirge des Landes. Der höchste Gipfel misst über 2.918 m.
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