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Geschichte Portugal

Das Gebiet um das heutige Portugal ist eines der ersten, das von Menschen besiedelt wurde - das älteste menschliche Fossil, das dort gefunden wurde, geht auf einen Neandertaler zuück, der vor etwa 100.000 Jahren gelebt haben soll - Spekulationen datieren die ersten dort lebenden Menschen allerdings schon vor 500.000 Jahren.

Einfluss durch Rom

Die eigentliche Geschichte Portugals beginnt aber - wie bei vielen Ländern - mit dem Römischen Reich. Nachdem etwa 800 vor Christus die ersten Phönizier aus Afrika kamen und den Süden Portugals für ihre Handelsstützpunkte nutzten, siedelten sich die Karthager nach und nach im Süden der Halbinsel an, bis Rom schließlich eine Gegeninvasion ausführte.

Bis 206 vor Christus wurden die Karthager vertrieben und Portugal wurde einer starken Romanisierung unterworfen - Römerstraßen, Aquädukte, Villen, Latein und die Religion sind nur einige der vielen Dinge, die das damalige Portugal von den Römern übernahmen.

Ab dem 4. Jahrhundert dann, in der Völkerwanderungszeit, endete die römische Vorherrschaft. Die wandernden Stämme der Barbaren übernahmen Gebiet nach Gebiet Portugal, im Jahr 711 kamen schließlich die Berber aus Afrika und 5 Jahre später waren die Ummayden, wie man sie nannte, an der Macht über die gesamte Landschaft um Portugal.

Eine Zeit des Fortschritts

Die folgenden 200 Jahre der Geschichte Portugals sind besonders von 3 Namen geprägt: Abd ar-Rahman I, ar-Rahman II und al-Hakam I. Diese 3 Könige machten Porttugal zu einem der vortschrittlichsten Ländern seiner ihrer Zeit. Vor allem der Einfluss der berberischen Kultur und Sprache sind noch heute sichtbar.

Im 9. Jahrhundert kam dann die Reconquista - die Rückeroberung Spaniens und Portugals durch die Christen. Nachdem diese erfolgreich war, setzte der König von Spanien und Portugal Heinrich von Burgund als Grafen von Portugal ein.

Familienstreitrigkeiten und Unabhängigkeit

Salvador, Bonfim-KircheSofort nach dem Tod Heinrichs gab ees allerdings schon die ersten Stritigkeiten im Haus der Burgunder. 1127 rebellierte Heinrichs Sohn, Alfons I, gegen seine Mutter, die einen anderen Prinzen heiratete. Mit Hilfe des Kleinadels gelang es ihm 1143 König zu werden - nachdem der König von Leon, dem Gebiet, das Portugal und Spanien umspannte, dann 1166 auch noch seine Herrschaftsansprüche aufgab, war Portugal schließlich ein unabhängiges Land.

Einige, vergebliche Expansionsversuche und ausgestorbene Adelslinien später war Portugal eine der stärksten See- und Handelsmächte der damals bekannten Welt. Afrika wurde erobert, Kolonien gegründet und Portugal entwickelte sich zu einer der reichsten und kulturell entwickelsten Nationen.

Von Koloniemacht zur Kolonie

Als 1580 das Königsgeschlecht der Alvis ausstarb, gab es allerdings einen Wendepunkt für Portugal. Geschichte nahm ihren Lauf und Portugal, einige Jahre zuvor noch Weltmacht, fiel unter die Herrschaft der Habsburger, die über Spanien regierten. Weitere 200 Jahre später wurden sie von Napoleon erobert, doch nach der Befreiung durch die Briten ging es wieder bergauf - 1821 erhielt Portugal das erste Mal eine Verfassung.

Zwei Weltkriege später

Nachdem sie im ersten Weltkrieg auf der Seite Frankreichs, Englands und Russlands gegen die Deutschen kämpften und sich im 2. Weltkrieg neutral hielten, steht Portugal nun wieder da unabhängig und frei da.

Mit einer solch bewegten Vergangenheit lohnt sich eine Reise durch Portugal: Geschichte findet sich an jeder Ecke - von den Überbleibseln der Berber bis hin zu Artfakten ihrer Blütezeit. Wer also gerne Sightseeing-Touren durchführt, ist dort genau richtig.

Bild: Bildpixel / pixelio.de

Wussten Sie schon...?
Wussten Sie schon, dass in Slowenien der älteste Weinstock der Welt wächst? In Maribor, der zweitgrößten Stadt des Landes, steht die über 450 Jahre alte Rebe, aus deren Trauben jährlich noch immer mehr als 25l Wein gewonnen werden.
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