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Geschichte Ungarn

Die Anfänge Ungarns

Die Geschichte Ungarns beginnt Ende des 9. Jahrhunderts, als die Magyaren ins Karpatenbecken wanderten. Am 20. August 1000 gründete Stephan I. das Königreich Ungarn und ernannte sich selbst zum ersten König des Landes.
In den Jahren 1458 bis 1490 etablierte sich Ungarn zu einer politischen und kulturellen Großmacht. Der gebildete König Matthias Corvinus gründete eine Universität im heutigen Bratislava und die Bibliothek Corvina in Budapest, wodurch Ungarn zu einem wichtigen Mittelpunkt der Renaissance wurde. Nach seinem Tod 1490 zerfiel die Macht des Landes. 

Zur Mitte des 16. Jahrhunderts eroberten die Osmanen große Teile Ungarns. Die restlichen Gebiete des Landes regierten die Habsburger. 1686 eroberten die Habsburger Ungarn komplett zurück. Jedoch kam es unter der habsburgischen Herrschaft zu Spannungen zwischen dem ungarischen und österreichischen Adel.
Diese Spannungen führten 1848/49 zur Revolution, die erfolglos blieb. Im Jahr 1867 wurde die Doppelmonarchie Österreich-Ungarn ausgerufen. Dieser Teil der Ungarn Geschichte sorgte zwar für einen wirtschaftlichen Aufschwung, die Unruhen im Land blieben dennoch bestehen.

Ungarn und die Folgen des ersten Weltkrieges 

Einen großen Wendepunkt in der Geschichte Ungarns bildete das Ende des ersten Weltkriegs. Am 31.10.1918 verkündete Ungarn den Austritt aus der Doppelmonarchie mit Österreich. Einige Tage später erfolgte die Gründung der demokratischen Republik Ungarn. Die soziale Lage blieb weiterhin angespannt.
Nach gescheiterten Versuchen ehemalige ungarische Gebiete zurückzuerobern, wurde die Monarchie formal wieder eingeführt. Monate später kam es zur endgültigen Absetzung der königlichen Herrschaft. Ungarn unterzeichnete den Friedensvertrag von Trianon und gab somit mehrere Teile seines Staatsgebietes an Österreich, den südslawischen Staat, Rumänien und der damaligen Tschechoslowakei ab. 

Ein dunkles Kapitel der Ungarn Geschichte begann im Jahr 1933, als sich das Land der nationalsozialistischen Politik zuwendete. Acht Jahre später führte Ungarn Kriegszüge gegen die Sowjetunion und erlitt dabei große Verluste.
Das Land nahm Kontakt zu den Westalliierten auf und wurde daraufhin von Deutschland 1944 besetzt. Zum Ende des zweiten Weltkrieges besetzte die Rote Armee das Land. Erst am 4.4.1945 wurde die Besetzung aufgehoben. 

Ungarn als Teil des Ostblocks und die Wende

Nach dem zweiten Weltkrieg unterzeichnete Ungarn den Vertrag von Jalta und erhielt im August 1949 eine Verfassung nach sowjetischem Muster. Am 23. Oktober 1956 ereignete sich der Volksaufstand, der Tag wurde 1989 zum Nationalfeiertag erklärt. 1956 forderten die Ungarn eine parlamentarische Demokratie und die Neutralität des Landes. Der Aufstand wurde von der Sowjetunion blutig beendet.
In den 60er Jahren des 20. Jahrhunderts erfolgten Lockerungen in der Politik, Wirtschaft und Kultur. Die Veränderungen sind auch unter dem Begriff "Gulaschkommunismus" bekannt. 1987 bildeten sich Oppositionsgruppen, die einen friedlichen Wechsel des Systems einleiteten. Ein Jahr später öffnete Ungarn die Grenze nach Österreich. 1989 steuerte die ungarische Bevölkerung einen Großteil an den Revolutionen bei. 

Die Geschichte Ungarns seit 1989

Seit Ende 1989 wurde der ungarische Staat erneuert und dem westlichen Staatswesen angepasst. Die Republik Ungarn wurde am 23.10.1989 ausgerufen. Seit 1990 gibt es in Ungarn freie und geheime Wahlen. 1999 trat Ungarn der NATO und 2004 der Europäischen Union bei. Seit 2012 besitzt das Land eine neue Verfassung. Im Jahr 2013 beträgt die Größe Ungarns 93.036 km², auf denen etwa neun Millionen Einwohner leben.

Bildquelle: Katharina Wieland Müller / pixelio.de

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