
Fuerteventura war bisher nicht gerade als Urlaubsziel für Wanderer bekannt. Denkt man an Fuerteventura, kommen wohl eher die 55 km Sandstrände am Atlantik in den Sinn. Der Rest der Insel wurde in der Vergangenheit häufig als uninteressante Steinwüste beschrieben und so verirrten sich nur sehr wenige Menschen an Orte abseits der Küste. Langsam jedoch wandelt sich das Bild der Insel und auch für den Wanderer-Tourismus gewinnt Fuerteventura zunehmend an Bedeutung. Denn immerhin beherbergt die 1700 km² große Insel dreizehn Landschafts- und Naturschutzgebiete, die eine Fläche von 48.000 h Fläche umfassen. Beim Wandern Fuerteventura wird sehr schnell klar, dass diese Insel nicht von einem strukturierten Wanderwegenetz durchzogen ist. Wandern Fuerteventura ist eher etwas für Wanderer, die ihre Wege gern individuell planen und sich an Natur und Passatwinden orientieren können. Zudem ist die Insel von den Anhöhen aus zu überschauen, so dass man sich kaum verlaufen kann.
Verlässt man die Ostküste der Insel, an welcher alle Touristenzentren liegen, erreicht man sehr schnell, sowohl im Inneren der Insel als auch in ihrem Westen, menschenleere und ruhige Plätze, von denen aus das Wandern Fuerteventura beginnen kann. Doch wer hier mit ausgetretenen Wanderpfaden rechnet, wird enttäuscht werden. Beim Wandern Fuerteventura erwandert man Terrassen, Ziegenpfade und die Täler der Trockenflüsse (Barrancos). Am Ende der meisten Wege kommt man zu den höchsten Gipfeln der Insel und nach dem Abstieg häufig an menschenleere, romantische Strände. Möchte man jedoch etwas geführt wandern, bieten sich die so genannten Pilgerwege (Caminos Reales) an, die in den letzten Jahren unter großem Aufwand restauriert wurden.
Weitere Inspirationen für einen Wanderurlaub:
Wegen des milden Winters und nicht allzu heißen Sommers ist das Wandern Fuerteventura bei Temperaturen von 22 - 24 Grad immer sehr gut möglich. Überrascht ist man von der Vielfalt der Flora und Fauna der Insel. Insbesondere die Vielzahl an Küsten-Vögeln, darunter der Fischadler, die Weißkopfmöwe oder die Brandseeschwalbe hat Fuerteventura weltweit berühmt gemacht. Zwar ist es möglich, Fuerteventura ganz ohne Führer zu erkunden, dies kann jedoch zu einer unschönen Erfahrung werden. Wer die schönen Seiten der Insel erkunden möchte, ist mit einem Wanderführer in Schriftform der Insel bestimmt gut bedient. Noch besser ist allerdings, einen ortskundigen Führer zu engagieren, der einem die Insel und deren Schönheiten zeigen kann.
