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Wärme und Entspannung vor der Haustür – Kurzurlaub in der Therme

Besonders im Winter sehnt sich der Mitteleuropäer besonders nach Licht und Wärme, doch dank unseres Arbeitslebens ist es uns leider nicht immer möglich spontan dort hin zu reisen, wo es warm und hell ist. Doch dem kann einfach abgeholfen werden, denn auch in unseren Breiten gibt es eine Vielzahl von warmen Quellen, die entweder natürlich an der Erdoberfläche austreten, oder durch Tiefenbohrungen zum Vorschein kommen. Das Wasser wird hier unterirdisch erhitzt, wenn es in so große Tiefen fließt, die es mit der nötigen Wärme anreichern, dass die Temperaturen bis an die Oberfläche erhalten bleiben. Allein auf deutschem Gebiet gibt es 131 Mineral- oder Thermalquellen, an denen mehr als 350 Heilbäder und Kurorte errichtet wurden. Und diese erfreuen sich großen Zulaufs, da hier ein besonderes Urlaubsfeeling durch Palmen, Wellenbäder und sogar Strandbars geschaffen werden kann, ohne dass die Gäste eine lange Anreise auf sich nehmen mussten.

Geschichte der modernen Therme

Die Nutzung des Menschen von Thermen oder auch Thermalbädern ist seit über 10.000 Jahren bekannt. Zu dieser Zeit wurden die heißen Quellen in Nordamerika bereits von Indianerstämmen als Heilorte genutzt. In Europa haben wir die Vielfalt und die Kenntnisse über die Macht der warmen Wasser besonders der römischen Kultur zu verdanken. Forschungen zu Folge gab es allein in Rom bereits um 400 v. Chr. 11 öffentliche Thermalbäder, die für die Römer allerdings nicht vorrangig zur Heilung körperlicher Leiden oder zur Hygiene genutzt wurden, sondern als Orte des sozialen Lebens. Der begriff Therme stammt dabei vom griechischen Wort für „warm“ ab. Doch die Mehrzahl der römischen Thermen war nicht direkt über Thermalquellen errichtet, sondern wurde durch Aquädukte mit dem wertvollen Wasser versorgt. Später wurden die Thermen in Rom durch Agrippa um Sportanlagen und Gastronomie erweitert und so zum Mittelpunkt des sozialen Lebens in der Metropole.
Wo findet man nun typischerweise Thermen vor? Das weltweit größte Vorkommen an heißen Quellen ist im Yellowstone Nationalpark in den USA zu finden, doch auch in Europa hat man als Urlauber bei dem Angebot an Thermen die Qual der Wahl. Mit Budapest in Ungarn gibt es hier zum Beispiel den größten Thermalkurort der Welt. Auf diesem Gebiet befinden sich über 120 verschiedene Thermalquellen. Dies fanden schon die Römer heraus und erbauten hier bereits 14 Thermen. Auch die heißeste natürliche Thermalquelle befindet sich vor unserer Haustür, nämlich in Aachen. Die hiesige Quelle bringt Wasser mit einer Temperatur von etwa 74°C an die Erdoberfläche und ist eine der ergiebigsten weltweit.

Warum in die Therme fahren?

Kalksinterterrassen Pamukkale

Heutzutage dienen Thermalbäder hauptsächlich therapeutischen Zwecken. Das Wasser ist sowohl durch die höhere Temperatur als auch durch die Anreicherung verschiedener Stoffe für den menschlichen Körper gesundheitsfördernd. Es regt den Kreislauf an und wirkt lindernd gegen rheumatische oder auch allergiebedingte Beschwerden und muskuläre Probleme. So kommt es, dass so gut wie jede Kureinrichtung an eine Therme angegliedert ist und der Wellnessaspekt der Thermen viele Erholungssuchende anzieht. In den meisten Thermen werden sogar komplette Landschaften erzeugt, die den Wohlfühlfaktor bei ihren Gästen erhöhen sollen, um so einem „Stunden-Urlaub“ die maximale Effektivität zu verleihen. Darüber hinaus werden Thermen ebenso wie Skihallen mehr und mehr zu kleinen Urlaubsdestinationen, wo es ein Programm für Kinder im Spaßbad gibt, oder auch verschiedenste Saunas oder andere Wellnessangebote. Neben dem heilenden und erholsamen Effekt, werden Thermalquellen auch als Energiequellen genutzt. In Island beispielsweise, werden bereits 50% der Primärenergie des Landes aus heißen Quellen gewonnen.

Wo findet man die interessantesten Thermen?

In ganz Europa sind die schönsten und spannendsten Thermen zu finden. Beginnend bei warmen Wasserfällen nördlich von Athen in Griechenland, über die Kalkterrassen in Pamukkale in der Türkei, die durch thermische Quellen entstanden und zum UNESCO Weltkulturerbe gehören, bis hin zum 4,5 ha großen Thermalsee nordwestlich des Balaton in Ungarn. Dieser See ermöglicht dank einer warmen Quelle das Baden in bis 24°C warmem Wasser auch im Winter. Auch in Island gibt es viele Thermalquellen. Eine bekannte, die sogenannte „Blaue Lagune“, befindet sich im Südwesten des Landes, nahe der Stadt Grindavik. In der Schweiz befindet sich die architektonisch sehr beeindruckende Therme Vals, im Tal von Vals, und in Scuol kann man im Bogn Engadina im Römisch Irischen Bad und in der Thermenlandschaft entspannen. Von beiden Thermen genießt man zudem ein atemberaubendes Bergpanorama.
Auch Deutschland hat sehr schöne und besonders wertvolle Thermen zu bieten. In der Therme Bad Füssing wird das Wohlbefinden zusätzlich durch Infrarotlicht gefördert und in Bad Sulza setzt man auf das Zusammenspiel von angenehmen Klängen, Farben und Licht. So wird jede Therme nicht nur durch die besondere Zusammensetzung des Wassers an sich sondern auch durch die Gestaltung auch heute noch zu einem wichtigen Erlebnis für Erholungsbedürftige jeden Alters.

Bildquellen v.o.n.u.: Rainer Sturm, Rainer Sturm, Katharina Wieland Müller /  www.pixelio.de

Wussten Sie schon...?
Wussten Sie schon, dass die weltberühmten Lippizaner der spanischen Hofreitschule ursprünglich aus Slowenien stammen? Bereits seit 1580 werden die weißen Pferde auf dem Pferdegestüt Lipica im Osten des Landes gezüchtet.
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